Historische Fotos

Auf dieser Seite sollen einige der wenigen Originalfotos von der Ju 388 gezeigt werden. Um die Ladezeiten klein zu halten, sehen Sie hier nur kleine Vorschaufotos, per Mausklick auf die Sie näher interessierenden Fotos gelangen Sie zu einem großen Bild.

Links: Zur L-0 Serie, die durch Umbau aus Ju 188 entstand, gehörte auch die DW+ZG. Sie hat im Unterschied zur Ju 388 L-1 keine Bodenwanne und keinen Heckstand. Statt dessen ist ein Waffentropfen am Rumpf eingebaut, zu dessen Bedienung ein Rückblickfernrohr in der Kanzel vorgesehen war. Dessen Sockel hebt sich hier als kleine Spitze von der Linie der Kanzelverglasung ab. Im Gegensatz zur Ju 388 L-0 DW+YY ist in der DW+ZG aber ein BMW 801 TJ mit außenliegenden Ansaugschächten und Vierblatt-Luftschraube eingebaut.

Rechts: Dieselbe Maschine von der anderen Seite. Links im Hintergrund eine Ju 52, deren rechte Tragfläche man auch im oberen Foto erahnen kann. Auch die Stellung der Luftschrauben spricht dafür, daß das Foto zur selben Serie gehört. Rechts steht eine weitere Ju 388 ohne Luftschrauben, vermutlich ebenfalls eine L-0. Unter den drei einmotorigen Maschinen ganz hinten sind zwei Messerschmitt Me 109.

 

Links: Diese vier Ju 388 L-1 Fernaufklärer stammen aus der Serienprodunktion von ATG in Leipzig-Mockau und besitzen eine Werknummer des Blocks 340 XXX.

Rechts: Abgestellt waren die 340005 (rechts im Bild) und die 340116. Angesichts des Hintergrundes (Wald) könnte dieses Foto einen Ausschnitt aus der obigen Szene zeigen. Man beachte, daß die Maschinen kein Stammkennzeichen tragen.

 

Links: Diese Aufnahme zeigt die ebenfalls aus der Serienfertigung von ATG stammenden Ju 388 L-1 Aufklärer mit den Werknummern 340035 und 340281 auf einem unbekannten Flugplatz, es könnte sich um Altenburg handeln. Man beachte, daß bei beiden Maschinen die Verglasung der Kabine beschädigt ist. Bei der 340035 stehen außerdem die Bombenklappen auf.

Rechts: Auch die Werknummer 340284 war bei Kriegsende abgestellt und diente als Kulisse für manches Erinnerungsfoto. Der abwerfbare Teil der Kabinenverglasung liegt am Boden vor der Maschine.

Für die obige Fotoserie bin ich Herrn James Crow zu Dank verpflichtet.

 

Die Ju 388 L-1 V5 (PE+IE, WNr. 500 005) wurde am 1.8.1944 beim Starten beschädigt, als nach einem starken Regenguß bei 150 bis 170 km/h plötzlich das linke Fahrwerk wegknickte - das einseitige Einfahren wurde vermutlich durch einen Kurzschluß ausgelöst. Nach ihrer Instandsetzung wurde die Maschine dem EKdo 388 in Rechlin zugeteilt, wo sie Ende Dezember 1944 noch vorhanden war. Die Qualität dieser beiden Fotos ist schlecht, da sie vom NASM-Mikrofilm R 2016 eingescannt wurden. Falls Sie Reproduktionen der Originalfotos besitzen, würde ich mich sehr über eine Mail an Vernaleken@Ju388.de freuen!

 

Links: Diese Aufnahme aus der Sammlung von Bjørn Hafsten zeigt vermutlich die Werknummer 560047, die auch aus der Produktion von Weserflug in Liegnitz stammte. Die Bemalung des Seitenleitwerks ähnelt der Werknummer 560049, was zumindest für ein Flugzeug aus dem 560er Block spricht. Die Maschine, offensichtlich nach Kriegsende aufgenommen, weist zahlreiche Schäden auf. Die Kanzelverglasung ist beschädigt, der rechte Flächentank ausgebrannt. Die Abdeckklappen für die Schlauchbootwanne fehlen auch.

Rechts: Diese Ju 388, offenbar eine Nullserienmaschine, befand sich im Sommer 1944 im Bau. 

 

Dieses Foto zeigt die heute noch erhaltene Maschine, WNr. 560049, auf einem unbekannten Flugplatz in den USA. Vermutlich wurde die Aufnahme während einer Vorführung gemacht - anders ist es kaum zu erklären, daß Leute auf dem Dach des Hangars im Hintergrund sitzen.

Dieses Foto zeigt ebenfalls die WNr. 560 049 und wurde bei der Erprobung in den USA aufgenommen, als die Maschine noch als FE-4010 flog. Im Bereich des Balkenkreuzes sieht man, daß die Maschine an dieser Stelle wohl mehrmals übermalt wurde. Vermutlich trug die Maschine direkt nach der Erbeutung US-Kennzeichen, die dann in den USA wieder durch deutsche (bzw. was die Amerikaner dafür hielten) ersetzt wurden. Ursprünglich war das Balkenkreuz lediglich durch vier Winkel angedeutet, das Hakenkreuz war nur als schwarzer Umriß aufgemalt.

Weitere Aufnahmen der Weknummer 560049 finden Sie auf folgenden Seiten:

Die Fotos in den ersten drei Rubriken sind neueren Datums (1993 bzw. 1999), in der Rubrik über die Geschichte der Maschine finden Sie weitere historische Fotos.

Hinweis: Die Hakenkreuze auf dieser Seite wurden - unschwer erkennbar - retuschiert. Hier geht es zwar ausschließlich um  Technik und Technikgeschichte, aber man kann gar nicht oft genug erwähnen, daß die politischen Rahmenbedingungen zwischen 1933 und 1945 ohne jeden Zweifel verachtenswert waren und es ewig sein werden!

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© 29.12.2010 by Christoph Vernaleken. This article may not be published - as whole or in excerpts - in any form without written permission of the author